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Klaus-Peter Ulrich

 

Kiel und Hamburg
 

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Jeane Flieser

* 07.06.1912 in Kiel; + 12.02.2007 in Berlin

Jeane Flieser ist eine der vielen Künstlerinnen, die leider zur falschen Zeit am falschen Ort waren und praktisch keine Chance hatten ihr persöniches und künstlerisches Leben frei und ohne Not zu gestalten.

Mir ist es deshalb ein persönliches Anliegen diese großartige Künstlerin hier vorzustellen und ihren Namen in Erinnerung zu halten.

 

Jeane (geb. Lieselotte) Flieser wurde am 07.06.2012 während eines Aufenthalts ihres österreichischen Vaters und Schauspielers Hans Flieser und ihrer Mutter Lydia geb. Scheel in Kiel geboren. Ab 1918 war die Familie Flieser in Berlin ansässig. Dort ab 1936 begann sie ihr Malerei-Studium an den Vereinigte Staatsschulen für freie und angewante Künste bei G.W. Rössner, L. Bartning u. M. Kauss. 

 

Wegen der jüdischen Abstammung ihres Vaters litt sie in der Zeit des Nationalsozialismus unter der antijüdischen Verfolgung. Studien-, Arbeits- und Heiratsverbot waren für sie in dieser Zeit die Folgen. Ihre Versuche sich als Trickfilmzeichnerin und Dekorationsmalerin über Wasser zu halten, wurden von der Reichskulturkammer unterbunden. Sie wurde als Fabrikarbeiterin zwangsverpflichtet. 

 

Nach dem zweiten Weltkrieg nahm sie ihr Studium wieder auf. Jedoch waren 1945 noch zu viele Nazis an der Hochschule und so flog sie gleich wieder heraus. Erst 1947 nach der Berufung von Karl Schmidt-Rottluff an die HBK Berlin konnte sie ihr Studium wieder aufnehmen. Von 1947 bis 1953 war sie Meisterschülerin von Karl Schmidt-Rottluff an der HBK Berlin. Danach lebte sie als freischaffende Künstlerin in Berlin und verbrachte ihre Sommermonate in einem geerbten Sommerhaus in Kitzeberg bei Kiel.

 

Jeane Fliesers Werk umfasst am Expressionismus orientierte, von zersplitterten, aufgebrochenen Strukturen und stark konturierten Formen dominierte Ölgemälde und Graphiken. Zentale Themen sind, geprägt durch die eigene Biographie speziell in ihrer späten Lebensphase, Zerstörung, Verlust, Trauer und die versch. Facetten der Erinnerung.

 

Zahlreiche Werke in verschiedenen öffentlichen Sammlungen, wie Berlinische Galerie oder Landesmuseum von Schleswig-Holstein, Schloß Gottorf. Ausst.:(Auswahl) 1965 Frankfurt/M. Kunst-Kab. Hanna Bekker vom Rath, 1988 Ulm, Galerie im Kornhauskeller, Berlin: Profession ohne Tradition 1992 im Martin-Gropius-Bau,Rendsburg. Jüd. Museum, 1997.

    

Literatur